Humanismus & Schule in NRW

… stellt sich den Fragen:


Wie muss das Schulsystem organisiert sein, damit alle Kinder, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion und anderen Eigenschaften, eine möglichst optimale Schulbildung erhalten?

Wie müssen Wertevermittlung und Wertebildung organisiert sein, damit alle Schüler gemeinsam die grundlegenden Wertvorstellungen unserer Gesellschaft kennenlernen und möglichst gemeinsame Moralvorstellungen entwickeln können?

Wie kann Schule unterstützen, dass Kinder lernen, eigenständige Persönlichkeiten zu werden, ihre eigenständige Weltanschauung zu entwickeln und sich solidarisch mit anderen auseinanderzusetzen?

hlk-unterricht
Bild aus Lebenskunde-Video

Zur Verbesserung des Schulsystems im Hinblick auf diese Fragen halten wir aktuell folgende Änderungen für notwendig:

Abschaffung der konfessionellen Bekenntnisschulen

Bekenntnisschulen stehen zum einen dem Prinzip „Kurze Beine, kurze Wege“ entgegen. Zum anderen führt die Existenz solcher Schulen in größeren Orten zu einer Zweiklassenbildung dadurch, dass Gemeinschaftsschulen durch übermäßige Konzentration von Schülern mit Migrationshintergrund zu „Problemschulen“ werden.

Einführung eines ordentlichen und für alle Schüler verbindlichen Ethik-Unterrichtes

Der Ethik-Unterricht soll einer gemeinsamen Wertevermittlung und -diskussion dienen, dem Kennenlernen unterschiedlicher Religions- und Weltanschauungen und den Grundlagen einer Lebensgestaltung in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Das derzeit in der Sekundarstufe unzureichend angebotene Fach „Praktische Philosophie“ ist auf die Grundschule auszuweiten und dann in einen ordentlichen für alle Schüler verbindlichen Ethikunterricht umzuwandeln.

Umwandlung des Konfessionsunterrichts in ein freiwilliges Fach

Religionsunterricht ist derzeit ordentliches Schulfach, von dem man sich abmelden muss, und außerdem versetzungsrelevant. Über die Einrichtung bekenntnisfreier Schulen besteht die Möglichkeit, Religions- und Weltanschauungsunterricht als freies Wahlfach anzubieten. Der Anteil nichtreligiöser Menschen in NRW nimmt ständig zu. Eltern und Kindern muss es möglich sein, auch „Humanistische Lebenskunde“ als Weltanschauungsfach zu wählen.


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